Im Rahmen unserer Kampagne zur Stärkung des stationären Ladenhandels haben wir einen Fragenkatalog entworfen, den wir sukzessive Produzenten/Großhändlern vorlegen.
Den Anfang hatte Fa. Tenga gemacht. Das Interview ist hier nachzulesen.
Hier jetzt Werner Tiburtius von ST-Rubber.
ST-Rubber ist eines von sehr wenigen noch tätigen deutschen Großhandelsunternehmen. Da der Großhandel eine sehr wichtige Funktion in der Handelskette einnehmen kann und auch sollte, streben wir insbesondere auch mit Großhändlern enge Kooperationen an.
Frage 1 – Sortiment / POS-Strategie
Der stationäre Handel verfügt im Vergleich zum Online-Vertrieb nur über begrenzte Präsentationsflächen.
Welche Sortimentsstrategie verfolgt Ihr Unternehmen speziell für den stationären Handel? Gibt es POS-exklusive Artikel oder angepasste Produktlinien?
Antwort:
Wir bringen immer wieder neue Produkte in unseren bekannten Eigenmarken wie z.B. MALESATION auf den Markt, die dann andere Produkte aus dem Sortiment ersetzen, denn es fallen auch immer mal Produkte raus.Natürlich kann ein Ladenbetreiber nicht unendlich sein Sortiment erweitern, auf die richtige zeitgemäße Mischung kommt es an – die Produkte, die der Markt will, sollte man führen. Es sollten auch im stationären Handel konsequent Artikel, die nicht performen, aus den Regalen genommen werden – durch spezielle Angebote abverkaufen und Platz für Neuheiten machen.
Frage 2 – Strategische Bedeutung
Welche strategische Rolle spielt der stationäre Handel in Ihrem Vertriebsmix – heute und perspektivisch?
Antwort:
Der stationäre Handel ist noch lange nicht tot – er hat seine Daseinsberechtigung und wird sich auch halten, wenn auch die Stadtverwaltungen den stationären Handel fördern und unterstützen. Parkverbotszonen und unerschwingliche Parkgebühren sind da sicher das falsche Mittel, um Verbraucher in die Städte zu locken. Genauso muss auch den Immobilienbesitzern klargemacht werden, dass immer steigende Mieten nicht mehr bezahlbar sind und ein Leerstand nicht nur keine Miete bringt, sondern auch die Attraktivität der Städte negativ beeinflusst.
Frage 3 – Unterstützung / Marketing
Mit welchen konkreten Maßnahmen (z.B. POS-Materialen, Schulungen, Kampagnen, Co-Marketing, Displays etc.) unterstützen Sie den stationären Handel?
Antwort: wir haben regelmäßige Aktionen für unsere Kunden und wir informieren durch unsere Newsletter, Annoncen und auch durch Social Media. Bezüglich neuer Gleitmittel versuchen wir auch immer Tester zu organisieren, damit die Verbraucher vor Ort sich von den Produkten überzeugen können.
Frage 4 – Exklusivität / Differenzierung
Können Sie sich vorstellen, dem strionären Handel temporäre oder regionlae Exklusivprodukte zur Verfügung zu stellen, um Frequenz und Differenzierung gegenüber dem Online-Handel zu stärken?
Antwort: in unserer heutigen globalen und vernetzten Welt ist dies nicht machbar – wir können nicht einzelne Kundengruppen vom Kauf von Artikeln ausschließen – auch nicht temporär. Wir versuchen immer, den Handel zu stärken und zu unterstützen wo es geht – wir sind immer bereit, hier über unsere Grenzen zu gehen und zu helfen.
Frage 5 – Zukunftsperspektive
Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung des stationären Handels in Ihrer Branche – und welche Rolle möchten Sie dabei aktiv übernehmen?
Antwort: das ist eine schwere Frage – niemand kann in solch unsicheren Zeiten gute Auskünfte oder Prognosen für die Zukunft geben. Wir wollen immer unser Bestes geben – immer an der Seite der Kunden. Es wird sicher nicht einfacher für uns – für keinen.
Werner Tiburtius Geschäftsführer und Gründer 
ST RUBBER Vertriebsgesellschaft mbH
Zum Sitters 36 • 66787 Wadgassen • Deutschland
T +49 6834 4006-55
st(at)st-rubber.de
strubbi-webseite
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