Pornografie und Internet

Pornografie im Internet

Aktion der LMA Nordrhein-Westfalen

Am 08.11.2019 erschien bei Spiegel-Online die sensationelle Meldung, dass die Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen gegen ausländische Pornoseiten vorgehen wolle, weil diese vielfach das Alter ihrer Nutzer nicht überprüften.

Genau aus diesem Grunde ist der BEH seit mehreren Jahren bei allen Landesmedienanstalten (jedes Bundesland hat eine Landesmedienanstalt) und auch bei der gemeinsamen Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) vorstellig geworden.

Antwort hatten wir allerdings nur von der KJM erhalten, die uns ziemlich rüde abgebürstet hat und sich unverschämte Anfragen nach ihrer Tätigkeit verbeten hatte.

Umso erfreulicher ist es, dass die LMA Nordrhein-Westfalen jetzt tätig werden will.

Auf der Website der LMA Nordrhein-Westfalen

https://www.medienanstalt-nrw.de/regulierung/internet/jugendmedienschutz/pornografie.html

wird das Problem dargelegt.

Außerdem hat die LMA Nordrhein-Westfalen auf ihrer Website einen Meldebutton eingerichtet, über den der LMA frei zugängliche Pornoangebote gemeldet werden können.

https://www.medienanstalt-nrw.de/regulierung/beschwerde.html

Einen derartigen Online-Button gab es nach meiner Kenntnis bisher nicht.

Der BEH hatte deshalb ein Schreiben entworfen und zum Download auf seine Website gestellt, mit dem Betroffene der KJM als Gemeinschaftsorganisation der Landesmedienanstalten, die URLs mitteilen sollten, über die frei zugänglich, ohne jeglichen Jugendschutz, Pornografie verbreitet wurde.

Betroffene im vorstehenden Sinne wären Eltern von Jugendlichen, die vor freier Pornografie geschützt werden sollen.  

Dieses Formschreiben wurde allerdings offenbar von keinem Mitglied verwendet oder verbreitet.

Möglicherweise war das zu umständlich.  

Die Meldung über den Button der LMA Nordrhein-Westfalen dürfte auch erheblich einfacher sein.

Wir fordern jedenfalls alle Mitglieder auf, sich diese Buttons zu bedienen und der LMA Nordrhein-Westfalen derartig verbotene Angebote zu melden.

Da setzt allerdings voraus, dass ein derartig verbotenes Angebot auch bezeichnet werden kann.

Neben den allseits bekannten Online-Portalen youporn, redtube oder pornhub, um nur einige zu nennen, gibt es eine Vielzahl weiterer Seiten, die durch Eingabe eines einschlägigen Suchbegriffs in eine Suchmaschine gefunden werden können.

Wenn auch Sie sich an der Kampagne beteiligen wollen, sollten Sie z.B. den Suchbegriff „pornofilme“ in eine Suchmaschine (z.B. google) eingeben. Ihnen wird dann eine Vielzahl von Seiten angezeigt, die illegal Pornofilme verbreiten. Deren Domains können Sie dann im Meldebutton der LMA Nordrhein-Westfalen eintragen.

Für Bilder bietet sich der Suchbegriff „pornobilder“ an.

Wenn Sie auf eine Seite gehen und dort einzelne Bilder anklicken, werden Sie häufig auf andere Portale weitergeleitet.

Alle so gefundenen URLs können über den Meldebutton an die LMA Nordrhein-Westfalen gemeldet werden.

Es wäre zwar sehr verwunderlich, wenn die Landesmedienanstalten und vor allem die KJM nicht ebenso genau wüssten, über welche URLs Pornografie auch für jugendliche frei verfügbar ist. Solange Ihnen diese Kenntnis aber nicht nachgewiesen werden kann (durch Meldung über den Meldebutton), können sich diese Institutionen aber auf Unkenntnis berufen und ihre Hände in Unschuld waschen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich an der Aktion beteiligen und uns darüber informieren, welche Seiten Sie der LMA Nordrhein-Westfalen gemeldet haben.

Wir könnten in kürzester Zeit mehrere hundert derartiger URLs ermitteln und der LMA Nordrhein-Westfalen melden.

Es würde aber mehr Druck machen, wenn die Meldungen von vielen verschiedenen Personen kommen.

Sehen Sie zu dem Thema auch unseren früheren Beitrag. Kategorie „Jugendschutz“

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